Innovation
und Forschergeist!
Raps auf Erfolgskurs
Genetik, die gewinnt.
KWS baut die starke Position im europäischen Hybridrapsmarkt weiter aus: Marktdaten (© Kynetec 2017 – 2026) belegen, dass KWS mit einem Marktanteil von 17 Prozent zu den führenden Züchtungsunternehmen zählt – mit klarem Trend nach oben. In Deutschland, Frankreich und Ungarn ist das Unternehmen sogar Marktführer. Im deutschen Markt erzielt KWS VAMOS besonders starke Erfolge: Die Sorte ist hier aktuell die meistverkaufte und wächst auf 13 Prozent der Rapsanbauflächen.
Der Erfolg kommt nicht von ungefähr. Seit Jahren investiert KWS konsequent in die Weiterentwicklung der Rapszüchtung. Im Fokus stehen Sorten, die hohe Erträge mit mehr Widerstandskraft verbinden, etwa gegen Phoma oder Kohlhernie. Auch eine verbesserte Stickstoffeffizienz (N-ADAPT) sowie InsectPROTECT-Sorten zum Schutz vor dem Rapserdfloh tragen dazu bei, Lösungen für aktuelle und zukünftige Herausforderungen im Rapsanbau zu bieten. Das zahlt sich aus: Offizielle Sortenprüfungen zeigen, dass Sortenkandidaten von KWS über zehn Jahre hinweg deutliche Fortschritte erzielt haben, im Schnitt rund 1,5 Prozent pro Jahr, gemessen an Ertrag und Ölgehalt.
Ein Erfolg, der mit genauer Beobachtung, gezielter Selektion und züchterischem Wissen beginnt und sich schließlich für Landwirtinnen und Landwirte auf dem Acker auszahlt.
KWS, vly und die Bio-Erbse
Erbsenprotein neu gedacht.
Gemeinsam mit dem Berliner Food-Tech-Unternehmen vly hat
die durch ihren besonders milden Geschmack überzeugt und sich ideal für die pflanzlichen Milchalternativen unseres Partners eignet. Das Ergebnis: ein pflanzliches Protein, das erstmals in der neuen Milchalternative vly Bio High Protein eingesetzt wird. KWS kombinierte moderne Züchtungsmethoden mit Lebensmittelanalytik, um geeignete Erbsensorten für diese Anwendung zu identifizieren. Das Beispiel zeigt, wie moderne Pflanzenzüchtung die Entwicklung neuer pflanzlicher Lebensmittel voranbringen kann.
Raum für Forschung
Pflanzengesundheit im Fokus.
World of Farming
Von Läusen lernen
Zu Versuchs- und Forschungszwecken kultivieren die Phytopathologen von KWS zahlreiche Krankheitserreger und Schadinsekten.
Mit einem neuen Phytopathologie-Zentrum erweitert KWS die Forschung zur Pflanzengesundheit am Standort Einbeck in Deutschland. Auf rund 4.600 m² stehen künftig Diagnostik, Monitoring und die Entwicklung resistenter Sorten im Fokus. Während in der Landwirtschaft weniger chemische Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden, nimmt im Zuge des Klimawandels der Druck durch Krankheitserreger und Schädlinge weiter zu. Dadurch steigen die Anforderungen an die Phytopathologie.
Das neue Zentrum bietet u. a. ein 2.200 m² großes Gewächshaus mit 28 Kabinen, in denen sich unterschiedliche klimatische Bedingungen abbilden lassen. So entsteht ein zentraler Forschungs-Baustein für gesunde Pflanzen, stabile Erträge und nachhaltigere Anbausysteme. Dafür investiert KWS rund 25 Millionen Euro.
Silomais der Zukunft
Das Plus in der Fütterung.
Unter dem Namen NuTRIO entwickelt KWS eine neue Generation von Silomais-Hybriden, die hohe Erträge, einen hohen Stärkegehalt und eine verbesserte Zellwandverdaulichkeit vereinen. Für die Milchviehhaltung bedeutet das: mehr verfügbare Energie und eine effizientere Fütterung. Silomais ist in vielen Milchviehbetrieben das wichtigste Grundfutter. Sein Futterwert hängt vor allem von Ertrag, Stärkegehalt und Verdaulichkeit ab.
KWS EnergyBOOST-Hybriden stehen für hohe Stärkegehalte. Ergänzt wird dies jetzt durch ein von KWS identifiziertes, natürlich vorkommendes
Kühe können dadurch zusätzliche Energie aus der Pflanze gewinnen, das Futter schneller verwerten und mehr aufnehmen.
Neben der Futterqualität überzeugen die NuTRIO-Hybriden auch agronomisch. Sie basieren auf bewährtem Zuchtmaterial und bieten Ertragsstabilität, Krankheitsresistenzen und Standfestigkeit. Umfangreiche Feld- und Fütterungsversuche mit Partnern wie der Universität Wageningen und dem Agrarforschungsinstitut ARVALIS belegen die Leistungsfähigkeit unter Praxisbedingungen. Die erste Sorte dieser neuen Silomais-Generation soll im Herbst 2027 in Frankreich auf den Markt kommen. Anschließend ist die schrittweise Einführung in den wichtigsten europäischen Silomaismärkten geplant.