Kolk Farms in Westkanada
Hybridroggen
für die Prärie.
Noch vor wenigen Tagen wirbelte der Wind Staub über die Felder von Kolk Farms. Jetzt prasselt starker Regen auf die Böden. Solche Wetterwechsel gehören in Alberta, einer der kanadischen Prärieprovinzen, zum Alltag – und sie sind eine Erklärung dafür, warum Jordan Kolk und seine Familie ihren Betrieb konsequent auf Vielfalt ausgerichtet haben. Rund 200 Kilometer südlich von Calgary bewirtschaftet die Familie etwa 1.000 Hektar bewässerte Ackerfläche, betreibt eine Rindermast mit rund 10.000 Tieren pro Jahr und führt mit K3 Seeds einen Geschäftszweig für Saatgut. Auf den Feldern wächst neben Silomais, Raps, Weizen und Gerste auch eine Kulturart, die für den Betrieb besonders wichtig geworden ist: Hybridroggen von KWS.
Angefangen hat alles deutlich kleiner. Jordans Urgroßeltern wanderten in den 1950er-Jahren aus den Niederlanden nach Kanada aus. Über vier Generationen wuchs der Familienbetrieb auf rund 50 Mitarbeitende: „Uns verbindet die Leidenschaft für die Landwirtschaft und dafür, den Hof gemeinsam weiterzuentwickeln“, sagt Jordan Kolk, der das Unternehmen mit seiner Schwester und seinem Vater führt. „Meine Eltern haben uns früh Verantwortung übertragen und uns die Freiheit gegeben, eigene Ideen einzubringen.“
Vielfalt als Antwort auf Unsicherheit
Wer Landwirtschaft im Süden Albertas betreibt, muss mit Unwägbarkeiten umgehen können. Neben schwankenden Agrarmärkten und steigenden Kosten prägen Wetterextreme den Alltag. Für die Familie Kolk ist Diversifizierung deshalb ein zentraler Erfolgsfaktor: „Die Rinderhaltung verläuft in starken Marktzyklen. Gleichzeitig tragen wir im Pflanzenbau Wetterrisiken. Deshalb setzen wir bewusst auf mehrere Kulturen und Geschäftsfelder.“ Aus dieser Überzeugung heraus entstand auch K3 Seeds. Das Unternehmen bietet zertifiziertes Saatgut, Saatgutaufbereitung und -behandlung sowie agronomische Beratung. Die Kulturen, die Familie Kolk empfiehlt, baut sie selbst an. „Im Saatgutgeschäft sprechen wir nicht nur über Erfolge, sondern auch über Herausforderungen. Oft lernen beide Seiten voneinander.“
KWS Background
Robust, vielseitig, effizient.
- Hybridroggen nutzt Wasser und Nährstoffe effizient.*
- Als Winterkultur kann er Erosion reduzieren.
- Hohe Biomasseerträge, gute Verdaulichkeit und flexible Nutzung machen ihn attraktiv für viehhaltende Betriebe.
- Hybridroggen eignet sich als Körnerfrucht, Ganzpflanzensilage oder Futter für unterschiedliche Betriebsstrukturen.
- Moderne KWS Hybridroggensorten verbinden Ertragsfortschritt mit verbessertem Mutterkornschutz durch PollenPLUS®.
* Quellen: Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie Niedersachsen (2011); Düngeverordnung (DüV) 2024.
Hybridroggen verbindet Feld und Futtertrog
Eine besondere Rolle spielt Hybridroggen von KWS, den die Kolks seit über zehn Jahren anbauen. In Westkanada hat Hybridroggen in den vergangenen Jahren deutlich an Bedeutung gewonnen. Als Anwender und Händler kennt Jordan Kolk neue Sorten aus zwei Perspektiven: vom eigenen Feld und aus dem Kundenaustausch. „Dadurch wissen wir sehr genau, welche Eigenschaften in der Praxis wirklich zählen.“ Für die Familie ist Hybridroggen längst ein wichtiger Baustein der Betriebsstrategie. Auf den oft sandigen Feldern schützt er die Böden über den Winter vor Winderosion. Seine frühe Abreife eröffnet zudem die Möglichkeit, nach der Ernte noch eine zweite Kulturart wie Mais, Hafer oder Hirse anzubauen.
Besonders wertvoll ist die Kultur jedoch für die Rindermast. Ein erheblicher Teil der Ernte wird direkt als Futter genutzt. „Wir produzieren einen großen Teil unseres Futters selbst. Das macht uns unabhängiger von Futtermittelmärkten und schafft zusätzliche Wertschöpfung auf dem Betrieb.“ Gleichzeitig entstehen geschlossene Kreisläufe: Das Futter wächst auf den eigenen Flächen, wird an die eigenen Tiere verfüttert, und die Nährstoffe gelangen über organische Düngung zurück auf die Felder. So ergänzen sich Pflanzenbau und Tierhaltung auf natürliche Weise.
Im Saatgutgeschäft sprechen wir nicht nur über Erfolge, sondern auch über Herausforderungen. Oft lernen beide Seiten voneinander.
Jordan Kolk
Jedes Jahr ein bisschen besser
Neben der hohen Biomasseleistung schätzt Kolk vor allem die kontinuierlichen Fortschritte der KWS Produkte: „Mich beeindruckt, mit welchem Engagement KWS die Sorten weiterentwickelt. Das Team arbeitet gezielt an Lösungen, die optimal auf die Bedingungen in Alberta abgestimmt sind – sowohl für die Futterproduktion als auch für den Körneranbau.“
Diese Haltung passt zu seinem eigenen Verständnis von Landwirtschaft. Wenn Jordan Kolk über seine Arbeit spricht, geht es selten um eine einzelne Saison. Es geht darum, den Betrieb Schritt für Schritt zu optimieren. „Als Landwirt bekommt man nur einmal im Jahr die Chance, alles richtig zu machen. Deshalb versuchen wir, jeden Tag besser zu sein als gestern und jedes Jahr besser als im Vorjahr.“